Geschichte


MARKTGEMEINDE WIENER NEUDORF
Von der bäuerlichen Kleinsiedlung zu einem bedeutenden Wirtschaftsstandort

Eine Straße, kaum gekrümmt, läuft durch den Ort. Von der alten Reichshauptstadt Wien nach Süden zu den Hafenstädten Triest und Venedig: die "Reichsstraße", heute B17 bezeichnet. Seit altersher Lebensader des Raumes und damit auch unserer Gemeinde. Obwohl den Ort in zwei Hälften spaltend, brachte die Straße für alle, die sich ihr anvertrauten, den nötigen Lebensunterhalt. Den Kaufleuten und Händlern, wie den fahrenden Gesellen und ortsansässigen Gastwirten. Die Postreiter benützten sie ebenso wie die reisenden Künstler und Kaiser. Je nach Wetterlage wechselten die Straßenverhältnisse. Zeitweise waren Fuhrwerke, Pferde und Menschen in Staubwolken gehüllt. Ein Glück, dass es hier ein Brauhaus gab. Nach Regengüssen wieder blieb so mancher Wagen im Morast stecken. Aufmerksame Anrainer entdeckten dies schnell und bargen ihn umgehend. Diese Hilfeleistung ließ so manchen Gulden in die Taschen der Neudorfer rutschen. Das Wohlergehen der Ortsbewohner hing oftmals von "ihrer" Straße ab, die geradezu zu ihrer Schicksalsstraße wurde ! ...

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